Äthiopien im Mittelalter \(12. bis 19. Jahrhundert\): Christliche Insel in Ostafrika


Äthiopien im Mittelalter \(12. bis 19. Jahrhundert\): Christliche Insel in Ostafrika
Äthiopien im Mittelalter (12. bis 19. Jahrhundert): Christliche Insel in Ostafrika
 
Der Übergang vom antiken Reich von Aksum (etwa ab dem 7. Jahrhundert n. Chr.) im Norden Äthiopiens bis zum mittelalterlichen Reich der Dynastie der Zagwe (12./13. Jahrhundert) in Zentraläthiopien mit der Hauptstadt Lalibela vollzog sich im Dunkel quellenloser Jahrhunderte. Kurze Notizen in der Patriarchengeschichte von Alexandria, die für diese Jahrhunderte ab und zu angeben, dass wieder ein ägyptischer Mönch als Oberhaupt der äthiopischen Kirche in ein fernes, dunkles Land entsandt wurde, sind neben wenigen Stellen bei arabisch-muslimischen Geographen fast die einzigen Nachrichten. In diese Zeit fiel der Niedergang des Transithandels zwischen Indien, Afrika und dem Mittelmeerraum durch das Rote Meer, das zum »Binnensee« der Muslime wurde, und der nachfolgende Verfall der Geldwirtschaft in Äthiopien. Doch gleichzeitig dehnte sich auch, in Klostergründungen nachweisbar, das Christentum aus, weitergetragen von einzelnen asketischen Mönchen und nachfolgend deren Klostergemeinschaften, zunächst entlang dem Ostrand des Hochlandes, von dort aber westlich ausstrahlend bis in das heutige Schoa (Region um Addis Abeba).
 
Im gleichen historischen Halbdunkel liegen die Anfänge muslimischer Staaten in Südostäthiopien. Hier verbreitete sich der Islam entlang den traditionellen Handelswegen mit Städte- und Stadtstaatengründungen (etwa Bailul in der Nähe von Djibouti) von den Häfen des Horns von Afrika bis zum somalischen Plateau und erreichte, vom Awasch-Becken ausgehend, von Südosten her das äthiopische Hochland. Die Gründung von Sultanaten in Schoa im 12. Jahrhundert brachte schließlich den Wechsel von Koexistenz und Konfrontation mit dem christlichen Reich, der für vier Jahrhunderte die Geschicke Äthiopiens bestimmen sollte.
 
Ab dem 11. Jahrhundert geben Quellen verschiedener Art (Chroniken, Heiligenleben, aber auch Rechtsdokumente, meist als Beischriften zu Evangelienhandschriften) Auskunft über die Geschichte Äthiopiens bis zum 19. Jahrhundert, freilich zunächst nur bruchstückhaft. Erst ab dem 16. Jahrhundert erlaubt die Quellendichte eine kontinuierliche Beschreibung. Die Königslisten, von Adam bis Salomo biblische Chronologie, tragen für die Zeit von Salomo bis zur Zagwedynastie legendären Charakter und bieten erst ab 1270, mit der Thronbesteigung des Hauses Israel, verlässliche Zeugnisse.
 
 Wegbereiter des neuen Reiches: Die Dynastie der Zagwe
 
Die von der nationalen äthiopischen Geschichtsschreibung als Usurpatoren geächteten Könige der Zagwedynastie (um 1140—1270) standen in Wirklichkeit in der Kontinuität der christlichen Reichsidee Aksums. Noch gab es eine feste Residenz: Lalibela, das neue geistlich-politische Zentrum in der Provinz Lasta. Die monolithischen Felsbauten dort, Teil des Weltkulturerbes wie der spätere Palastbezirk von Gondar, sind nach neueren Forschungen nicht nur als Kirchen, sondern auch als Paläste anzusehen.
 
Die Dynastie selbst hatte ihre ethnische Basis in den Agauvölkern, die bis heute mit eigenen Sprachen und kulturellen Traditionen in Äthiopien leben. Darin und in der Verlegung des Reichszentrums von Aksum nach Süden ist der Grund für ihre spätere Ächtung zu sehen, obwohl es unter den Zagwe zu einer religiösen und kulturellen Blüte kam. Sie hinterließen nicht nur die berühmten Felsbauten, sondern leiteten durch Übersetzungen von religiösen Werken eine literarische Renaissance ein. Die Vita ihres größten und heiligen Königs Lalibela, nach dem die Stadt der Felskirchen benannt ist, ist eine der persönlichsten Stücke der Literatur in der als Kirchensprache weiterlebenden alten Sprache Geez. Drei der Zagwekönige gelten als Heilige der äthiopischen Kirche.
 
 Das Haus Israel: Der Aufstieg der Salomoniden
 
Warum scheiterten die Zagwe? Vielleicht, weil die strukturellen Voraussetzungen für ein städtisches Zentrum wie Lalibela, Handel und Geldwirtschaft, nicht mehr gegeben waren. Der Aufstieg der Salomoniden — die sich wie die Könige von Aksum auf Salomo und das »Haus Israel« zurückführten — war die richtige Antwort auf die Situation: eine Dynastie mit Hausmacht in Amhara, aber durch ein mobiles Hoflager im noch heidnischen Süden präsent, wo sie als Träger und Förderer der Mission wirkten, im direkten Kontakt mit dem sich ausbreitenden Islam.
 
Erster König der neuen Dynastie war Yekuno-Amlak (1270—85). Seine Heimatregion Amhara, die auch dem Reichsvolk den Namen gab, wurde unter ihm mit königlichen Klöstern als Stammsitzen der Dynastie ausgestattet. Das berühmteste davon, Amba Geschen, diente auch als luxuriöses Prinzengefängnis für die Brüder und anderen männlichen Verwandten des jeweiligen Herrschers. Schon die nächste Generation mit ihren raschen Königswechseln — eine Folge des unklaren Erbrechts und der im Prinzip bestehenden Wahlmonarchie — bewies die Notwendigkeit, den jeweiligen König vor Rivalen zu schützen.
 
Für die nächsten dreieinhalb Jahrhunderte waren die Aufgaben des Reiches vorgegeben, wie sie sich beispielhaft in der Regierungszeit Amda-Seyons I. (1314—44) darboten. Die agrarische Feudalmonarchie mit dem wandernden Königshof und Klöstern als Stützpunkten musste gefestigt und nach Süden erweitert werden. Wehrbauern (Kolonen), angesiedelt in Militärgarnisonen, sicherten die neuen Gebiete und verbreiteten als Herrenschicht die christlich-amharische Kultur. Die Garnisonen und die mobile Zentrale — eine Zeltstadt mit etwa 30000 Bewohnern, perfekt organisiert durch eine detaillierte Hofordnung — sollten das Reich zusammenhalten. Eine weitere Aufgabe war die Einbeziehung und Bändigung des traditionsreichen, widerspenstig auf Restauration sinnenden Nordens mit dem alten Zentrum Aksum, das weiterhin Krönungsstadt war. Amda-Seyon unterwarf unbotmäßige Statthalter südlich des Tanasees und die islamischen Staaten an der Südostgrenze des Hochlandes, trug die Expansion durch einzelne Feldzüge bis weit in das Awasch-Becken und auf das somalische Plateau hinaus. Vielleicht widmen wir diesem Herrscher zuviel Aufmerksamkeit, nur weil einer seiner Feldzüge in einem literarischen Meisterwerk, einem Heldenpos, überliefert worden ist, der »Chronik des Amda-Seyon«. Doch ist er auch in Chroniken der ägyptischen Mamelucken als mächtiger Herrscher erwähnt.
 
Kulturell setzte sich besonders die literarische Blüte der Zagwezeit fort. Wichtige theologische Werke wurden aus dem Arabischen übersetzt; der Text der Bibel wurde revidiert, und es entstanden äthiopische Originalschriften in der Kirchensprache Geez, vor allem historischen Inhalts.
 
Wenn auch Stütze des Reichs, so erwies sich die Kirche durchaus als konfliktbereiter Partner, wie dies gerade Amda-Seyon erfahren musste, dessen Auseinandersetzungen von der Tradition als »private Affären« (z. B. Polygamie, Schwesternehe) dargestellt werden, aber Reflex prinzipieller Auseinandersetzungen um die Gestaltung einer christlichen Gesellschaft waren. In der Folge entwickelte sich eine asketische, radikal-fundamentalistische Mönchsbewegung, die das enge Bündnis und Zusammenwirken von Königsmacht und Kirche infrage stellte. Einen anderen Weg religiös-politischer Opposition gingen wohl ethnisch und landschaftlich isolierte Gruppen, bei denen der Protest gegen die christliche Monarchie die Form einer buchstabengetreuen Befolgung des Alten Testaments annahm; für manche Gelehrte liegt hier der Ursprung der Falascha, der »äthiopischen Juden«.
 
Die Nachfolger Amda-Seyons sind in den Quellen vor allem als Vorkämpfer gegen die Muslime bekannt. Dies mag eine historische Verzerrung sein, da eine arabische Chronik die Hauptquelle für die Zeit von 1344 bis 1434 ist. Anfang des 15. Jahrhunderts kam es zu einem flüchtigen diplomatischen Kontakt mit Aragonien/Neapel, der in eine schon seit den Kreuzzügen erträumte Allianz gegen das mameluckische Ägypten münden sollte.
 
 Reform in Reich und Kirche: Zara-Yakob
 
Als gereifter Mann von fast 60 Jahren, nach einem langen Mönchsleben auf dem Berg Amba-Geschen, kam Zara-Yakob (1434—68) als Gelehrter und Eiferer auf den Thron. Er verfocht in umfangreichen Schriften, in denen er gegen die eingedrungenen heidnischen Bräuche und verbreiteten Irrglauben zu Felde zog, eine Kirchenreform. Die durch radikale Mönche ausgelösten Glaubensspaltungen in der Kirche legte er auf mehreren Konzilien bei und band die oppositionellen Mönchsorden endgültig in das vom König privilegierte System der Reichsklöster ein. Damit verlieh er der Kirche eine innere Stabilität, die es ihr erlauben sollte, die langen Zeiten der muslimischen Invasion und Verfolgung im 16. Jahrhundert, aber auch die anschließende Auseinandersetzung mit den als Helfern gekommenen katholischen Missionaren aus Portugal siegreich zu bestehen. In der Tat, unter Kaiser Fasiladas (1632—67) wurde nach einem kurzen Zwischenspiel des zum katholischen Glauben übergetretenen Kaisers Susneyos, das in offenem Bürgerkrieg endete, die Position der äthiopischen orthodoxen Kirche bis heute festgeschrieben. Daran konnten dogmatische Streitereien in den folgenden Jahrhunderten wenig ändern.
 
Zara-Yakob bemühte sich auch um eine Reichsreform. Anstelle wankelmütiger und unzuverlässiger Feudalherren versuchte er eine Zeit lang systematisch seine Töchter und Schwiegersöhne als abhängige Gouverneure in den wichtigsten Reichsteilen einzusetzen. Abgesehen von einem zähen Widerstand der Feudalaristokratie scheiterte das Experiment auf menschlicher Ebene: Der zu krankhaftem Misstrauen neigende Monarch gab Einflüsterungen und Verleumdungen nach und zerstörte in spektakulären Prozessen gegen seine eigenen Kinder die auf persönlichen Bindungen beruhende Basis für die Reform. Sein Nachfolger Ba-Eda-Maryam (1468—78), der selbst als Opfer den Prozess gegen die eigene Mutter und deren Tod zu erleiden hatte, setzte denn auch nach dem Tod Zara-Yakobs sofort das alte Feudalsystem der Provinzkönige wieder in Kraft.
 
So endete die glänzende Periode des Zara-Yakob mit einem raschen Verfall der königlichen Zentralmacht im Innern, wie Nachfolgewirren, z. B. Regentschaften von Frauen, anzeigen. Außenpolitisch-militärisch wirkte die Stärke fort, ja, ein späterer Nachfolger auf dem Thron, Lebna-Dengel (1508—40), konnte mit einem Feldzug zum Roten Meer den Höhepunkt der Machtentfaltung des christlichen Reiches feiern. Dies war freilich ein Triumph auf tönernen Füßen: Wenige Jahre später fegte die Invasion des Emirs von Harar, Ahmed ibn Ibrahim al-Gazi, genannt Grañ (»der Linkshänder«), in wenigen Jahren das königliche Heer hinweg. Die südlichen Provinzen wurden dabei in Schutt und Asche gelegt. Selbst Aksum wurde besetzt, und für einige Zeit schien die Existenz des Reiches bedroht. Erst der junge König Galawdewos (1540—59), unterstützt durch ein von der Regentin Eleni (Helene) schon 20 Jahre zuvor angefordertes Expeditionskorps aus Portugal, konnte Grañ besiegen und dem Reich eine Periode der Konsolidierung schenken, die im Wesentlichen bis zum 19. Jahrhundert andauerte. Freilich, der Süden mit Schoa und benachbarten Regionen ging bald darauf durch den Einbruch der heidnischen Oromovölker verloren. Diese Gebiete wurden erst durch eine zähe Christianisierungs- und Wiedergewinnungspolitik, die seit dem 18. Jahrhundert mit gezielter Amharisierung verbunden wurde, dem Reich eingegliedert.
 
Vom Ende des 16. Jahrhunderts an bildete die Region um den Tanasee, besonders im Norden Dambeya mit der bald entstehenden, von portugiesischen Missionaren, Handwerkern und Architekten geplanten Hauptstadt Gondar, das nun wieder feste Zentrum des kleiner gewordenen Reiches. Trotz religiös-politischer Isolierung besonders von Europa entwickelte sich eine kulturelle Blüte, ablesbar an verschiedenen Stilen von Gondar im Kirchenbau und der Buchmalerei, aber auch in der literarischen Produktion der Zeit. Diese Blüte überdauerte auch die »Zeit der Richter« (Anspielung auf die Bibel), eine Periode des Verfalls der königlichen Macht und endloser, undurchsichtiger Kämpfe der Regionalfürsten untereinander, die mit dem Zusammenbruch der Monarchie von Gondar 1855 endete. Erst Tewodros (Theodor) II. (1855—68), aufgestiegen vom gesetzlosen Rebellen zum neuen König der Könige (negusa nagast), sollte es gelingen, das Reich wieder zu konsolidieren und so die staatliche Existenz Äthiopiens im kolonialen Afrika zu bewahren, bis Menelik II. (1889—1913) das Land ins 20. Jahrhundert führte.
 
 Der Priester Johannes — Äthiopien und die Europäer
 
Verborgen, doch nie ganz vergessen blieb Äthiopien im Westen, in der Mittelmeerwelt. Spätestens seit dem 6. Jahrhundert n. Chr. erinnerte die Präsenz äthiopischer Mönche in Jerusalem immer wieder an das ferne christliche Reich in Afrika, wovon Pilgerberichte Zeugnis ablegen. Im 12. Jahrhundert sollte sich daraus und aus unklaren Nachrichten über die Christianisierung der Mongolen die Legende vom Reich des »Priesterkönigs Johannes« bilden, das man bald in Asien, bald in Afrika suchte. Heute weiß man aus den Quellen, dass die Zagweherrscher als Sakralkönige auch priesterliche Funktionen wahrnahmen. Aus ihrem Titel djan (Königliche Hoheit), der auch später noch gebraucht wurde, hörte man in Europa vielleicht den Namen Johannes (französisch Jean, italienisch Gianni) heraus.
 
Dieses Land lockte Missionare und Abenteurer. Itinerare, Reisebücher mit Angaben über Wegenetze und Stationen, die auch für mittelalterliche und frühneuzeitliche Karten als Vorlage dienten, zeigen, wie aus schemenhaften Anfängen die Kenntnis Europas von Äthiopien langsam wuchs. Einer der berühmtesten Besucher war der venezianische Maler Brancaleone, in Äthiopien bekannt als Markorewos, der Ende des 15. Jahrhunderts in Äthiopien wirkte und dessen Buchmalereien sich bis heute erhalten haben. Mit dem portugiesischen Eingreifen und der katholischen Mission begann die wissenschaftliche Erforschung des Landes. Wenig später begründete der Hofrat in sächsischen Diensten, Hiob Ludolf (✝ 1708), mit einer monumentalen Geschichte Äthiopiens, Grammatiken und Wörterbüchern die Äthiopistik als wissenschaftliche Disziplin.
 
Nach der Erfahrung mit den europäischen Missionaren im 17. Jahrhundert schloss sich Äthiopien von der Außenwelt ab. Kaiser Fasiladas, der allen Europäern die Einreise untersagte, versicherte sich dabei sogar der Mitwirkung muslimischer Staaten an den Grenzen, die gnadenlos Missionare abfingen und töteten. Erst seit Menelik II., dem Begründer des modernen Äthiopien, kamen wieder Fremde ins Land.
 
Prof. Dr. Manfred Kropp
 
Grundlegende Informationen finden Sie unter:
 
afrikanische Gesellschaften in der Geschichte: Aus dem Dunkel der Zeiten
 
Aksum: Ein zweites Zion in Afrika
 
 
Doresse, Jean: L'Empire du Prêtre-Jean, Band 2: L'Éthiope médiévale. Paris 1957.
 Doresse, Jean: Histoire sommaire de la corne orientale de l'Afrique. Neudruck Paris 1983.
 Förster, Till: Kunst in Afrika. Köln 1988.
 
General history of Africa, herausgegeben von der UNESCO. Band 3 und 4. London u. a. 1984-88.
 Hable-Selassie, Sergew: Ancient and medieval Ethiopian history to 1270. Addis Ababa 1972.
 Hammerschmidt, Ernst: Äthiopien. Christliches Reich zwischen Gestern und Morgen. Wiesbaden 1967.
 Pankhurst, Richard K.: A social history of Ethiopia. The Northern and Central Highlands from early medieval times to the rise of emperor Téwodros II. Huntingdon 1990.
 Tamrat, Taddesse: Church and state in Ethiopia 1270-1527. Oxford 1972.

Universal-Lexikon. 2012.

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